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Institut für Bodenmechanik und Felsmechanik

Engler-Bunte-Ring 14

76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 608-42221

Fax: +49 721 608-43274

E-Mail: infoBnd0∂ibf kit edu

Das Studium "Geotechnisches Ingenieurwesen" am KIT

Tips für die Gestaltung des Studiums

Exkursion
Exkursion zu einer Tunnelbaustelle

Es gibt mehrere Zugangsmöglichkeiten zum Studium des Geotechnischen Ingenieurwesens:

  • Über den Diplom-Studiengang "Bauingenieurwesen", wenn Ihnen eine ingenieurmäßig-technische Ausrichtung Ihres Studiums vorschwebt. Sie erhalten eine sehr breite Ausbildung zum Bauingenieur und können sich die Wahl des konkret angestrebten Berufsfelds relativ lange offen halten, da die Vertiefungsrichtung bis zum 6. Semester gewechselt oder mit einer weiteren kombiniert werden kann. Absolventen, die diese Zugangsmöglichkeit wählen, werden zu Bauingenieuren mit einem breiten Wissensspektrum sowie zusätzlichen speziellen Kenntnissen im Geotechnischen Ingenieurwesen (und ggf. noch weiteren Schwerpunkten) ausgebildet.

    Das Studium der Geotechnik setzt seine Schwerpunkte auf die Fachgebiete Bodenmechanik, Grundbau und Felsmechanik. Voraussetzung dafür ist eine solide mathematische und naturwissenschaftliche Grundlage einerseits und ein konstruktiv-technisches Verständnis andererseits. Die erforderliche Wissensbreite und Berufsbefähigung wird durch Fächer aus den Bereichen Geologie, Konstruktiver Ingenieurbau, Baumanagement sowie Wasser- und Umwelttechnik gesichert.

  • Über den BSc-/MSc-Studiengang "Angewandte Geowissenschaften", wenn Sie eine naturwissenschaftlich-beschreibende Ausrichtung Ihres Studiums vorziehen oder gezielt ein geowissenschaftliches Berufsfeld außerhalb des Bauwesens ansteuern. Der Bachelor-Studiengang vermittelt in den ersten beiden Jahren zunächst ein breites Grundlagenwissen in Geologie, Gesteinskunde und Mineralogie, fokussiert dies dann aber im dritten Jahr auf technische Anwendungen. Bei Wahl der Vertiefungsrichtung "Hydro-Geoengineering" werden weitere ingenieurwissenschaftliche Grundlagenfächer wie z.B. Technische Mechanik gelehrt, jedoch mit einer geringeren fachlichen Tiefe als im Bauingenieurwesen. Der BSc-Abschluss ist berufsqualifizierend für ein geowissenschaftliches, jedoch nicht für ein bautechnisches Berufsfeld.

    Wird der vorgenannte Schwerpunkt "Hydro-Geoengineering" auch anschließend im geplanten MSc-Studium vertieft, dann können weitere Module aus dem Fächerkanon der Vertiefungsrichtung "Geotechnisches Ingenieurwesen" gewählt werden. Die Absolventen erwerben damit ein anwendungsorientiertes Kompetenzprofil im Überschneidungsbereich von Geowissenschaften und Geotechnik, wie es in vergleichbarer Art bisher an keiner weiteren deutschen Hochschule angeboten wird.

  • Auch im Diplomstudiengang "Geologie" können innerhalb der Vertiefungsrichtung "Ingenieurgeologie" mehrere geotechnische Wahlfächer belegt werden. In diesen auslaufenden Studiengang kann man sich aber nicht mehr neu einschreiben. Aktuelle Informationen dazu gibt es beim Lehrstuhl für Angewandte Geologie.

Die Vermittlung des Lehrstoffes

Demoversuch
Demonstrationsversuch

Praktika am Institut für Bodenmechanik und Felsmechanik (IBF) dienen zur Einführung in das Studium. Unterstützt von Studierenden höherer Semester, machen sich die Anfänger in kleinen Gruppen durch Fühlen, Anschauen, Schätzen und Messen mit den Eigenschaften von Gesteinen und Erdstoffen vertraut. Gemeinsam mit Geologen werden kleinere Exkursionen zu Baugruben und Steinbrüchen durchgeführt. So entwickeln die Studierenden Spürsinn für die Vielfalt des natürlichen Baugrundes und lernen, zwischen Rohdaten und Interpretation zu unterscheiden.

Etwa bis zur Mitte des Studiums üben die Studierenden sich darin, einfache geotechnische Tragwerke zu entwerfen. In eigenhändigen Modellversuchen lernen sie Versagensmechanismen (wie Abrutschen, Grundbruch, Einsturz) kennen, mit dem PC gewinnen sie Vertrauen zu Theorien. Kreativ wählen sie Bauweisen und Geometrien aus, kritisch prüfen sie deren Tragfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. So lernen sie anhand konkreter Probleme den Vorlesungsstoff effektiv zu sortieren und zu kombinieren. In 2er- und 3er-Teams präsentieren und verteidigen sie ihre Vorschläge vor den Assistenten und Dozenten

Feldpraktikum
Feldpraktikum

Später erarbeiten die Studierenden Vorschläge zur Bewältigung komplexerer geotechnischer Probleme: schwierige Gründungen, Stützkonstruktionen, unterirdische Bauwerke, Dämme, Schutz vor Bauwerks- und Umweltschäden, Katastrophenschutz. Sie lernen mit lückenhaften Angaben und begrenzt tauglichen Prognosemethoden umzugehen und entwickeln Vorschläge für die Baugrunderkundung und die Messüberwachung. Anhand von Aufgaben und Unterlagen aus der Praxis werden sie vertraut mit den ökologischen, technischen und wirtschaftlichen Anforderungen in der Geotechnik. Und sie erfahren, dass sich gute Kooperation und Präsentation lohnen.

Während die Studierenden auf diese Weise lernen, praktische geotechnische Probleme zu bewältigen, nehmen sie auch an der Forschung und Entwicklung am IBF teil. Gemeinsam mit den Assistenten bearbeiten sie Aufgaben im Gelände, im Labor und am Computer. So erfahren sie, dass fertige Rezepte in der Geotechnik nicht zur Verfüfgung stehen und dass man vieles selbständig entdecken und gestalten kann.